Mensch und Arbeit: Wie man im KI-Zeitalter erfolgreich bleibt

Bericht: Global Workforce of the Future 2025

Erkenntnisse zur Einführung von KI: Das sagen die Beschäftigten

 

KI prägt die Arbeitswelt auf neue Weise. Arbeitnehmer:innen passen sich an, aber sie stellen auch wichtige Fragen. Finden Sie heraus, was die neuesten Daten aussagen über die Kompetenzen von Arbeitnehmer:innen, ihre Erwartungen an die Karriere und die zunehmend komplexere Bewertung der Auswirkungen von KI.

Der sechste Jahresbericht Global Workforce of the Future der Adecco Groupenthält die Stimmen von 37.500 Arbeitnehmer:innen weltweit im Jahr 2025 und zeigt sich wandelnde Prioritäten der Arbeitnehmer:innen, Qualifikationsdefizite und Herausforderungen im Bereich Talentmanagement auf.
Adecco Report

Vertrauen in KI und die KI-Kompetenz der Führungskräfte

Der Optimismus in Bezug auf KI ist gross, aber Bedenken beim Thema Datenschutz nehmen zu – obwohl das Vertrauen in die KI-Kompetenz der Führungskräfte steigt.

 

Einerseits sind Arbeitnehmer:innen optimistisch, wenn es um KI geht – andererseits sind die Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs persönlicher Daten im Laufe des vergangenen Jahres gestiegen. Die Beschäftigten glauben zwar, dass die Führungskräfte die Risiken und Chancen von KI verstanden haben (+29 % in 2025 ggü. dem Vorjahr), aber es gibt nach wie vor Kommunikationsdefizite.



Fazit: Um den Optimismus zu erhalten und nachhaltig Vertrauen aufzubauen, sollten Führungskräfte die Bedenken der Beschäftigten proaktiv ansprechen. Eine klare, gezielte Kommunikation zu KI-Sicherheitsvorkehrungen und ethischer KI-Nutzung sowie ein inklusiver Dialog sind unerlässlich, um die Belegschaft zu bestärken und eine Kultur der Transparenz und des Vertrauens in KI zu fördern.

Den zielgerichteten Einsatz von KI gemeinsam gestalten

Beschäftigte suchen einen Sinn in ihrer Karriere – und wollen bei der Gestaltung der Zukunft mitreden

 

Leitende Angestellte (Management und höher) sind eher bereit, KI-Agenten zu akzeptieren als Einsteiger:innen. Aber wenn Menschen verstehen, wie KI ihre berufliche Rolle verändert, wächst ihr Gefühl der Sinnhaftigkeit, was wiederum ihre Loyalität steigert. Tatsächlich planen 99 % derjenigen, die jeden Tag einen Sinn in ihrer Arbeit sehen, bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben – verglichen mit nur 53 % derjenigen, die dies nicht tun. Darüber hinaus berichten Mitarbeitende, die selbst an der Umgestaltung ihrer Arbeit im Zusammenhang mit KI beteiligt sind, von einem deutlich höheren Vertrauen in den Einsatz von KI durch ihren Arbeitgeber.
Adecco Report

Fazit: Um funktionierende KI-Strategien zu entwickeln, sollten Unternehmen die Mitarbeitenden einladen, ihre Expertise einzubringen – besonders wenn es darum geht, KI in ihren Arbeitsalltag und ihre langfristige Karriereplanung zu integrieren. Beschäftigte sollten dabei unterstützt werden, diese Transformation mitzugestalten. So können sie die nötigen Kompetenzen und das strategische Mindset aufbauen, um mitzuentscheiden, wie KI in ihrem Team und in Bezug auf ihre Rolle weiterentwickelt wird.

Wachsende Kompetenzen … und Erwartungen

Beschäftigte schaffen mehr, aber die Ergebnisse des KI-Einsatzes sind schwer zu messen

 

77 % der Arbeitnehmer:innen sagen, KI versetze sie in die Lage, Aufgaben zu erledigen, die sie vorher nicht erledigen konnten. Allerdings trauen sich nur 36 % zu, ihre gestiegene Leistung zu beziffern. Beschäftigte setzen KI gern als Werkzeug ein, um ihre Leistung zu verbessern und ihre eigenen Fähigkeiten zu ergänzen. Die Einsparungen aufgrund von KI geben sie mit durchschnittlich 2 Stunden pro Tag an. Die Mitarbeitenden schaffen nicht nur mehr – sie tun auch Dinge, die sie vorher nicht tun konnten.

 

Fazit: Damit Menschen sich in einer KI-gestützten Arbeitswelt entfalten können, müssen Unternehmen bessere Wege finden, hochwirksame Arbeit zu definieren und zu messen. Dafür braucht es Modelle, die Effizienz, Rendite und die Dynamik der Kompetenzentwicklung nachverfolgen – und gleichzeitig sicherstellen, dass die Mitarbeitenden ihre Zeit und Energie dort einsetzen können, wo sie den grössten Mehrwert schaffen.

Die Karriereentwicklung hat weiterhin oberste Priorität

Beschäftigte vertrauen auf ihre Fähigkeiten und erwarten einen klaren Karrierepfad.

 

Immer mehr Beschäftigte machen ihre Bindung an den Arbeitgeber von ihrem beruflichen Vorankommen abhängig – und viele wollen, dass ihr Arbeitgeber den Wert ihrer gefragten Kompetenzen erkennt und darin investiert. Da 82 % glauben, ihre Fähigkeiten seien sehr gefragt, ist die Bindung gefährdet.

Fazit: Unternehmen müssen klare, KI-unterstützte Karrierepfade entwickeln, die die Kompetenzentwicklung an den Unternehmenszielen ausrichtet.  Mitarbeitende sollten eine führende Rolle dabei einnehmen, die Prioritäten des Unternehmens zu verstehen und ihre Fähigkeiten auf die sich wandelnden Anforderungen abzustimmen. 

Empathie geht über Automatisierung

In sensiblen Karrieremomenten ist menschliche Interaktion besser als KI.

 

Arbeitnehmer:innen vertrauen KI in den Bereichen Logistik, Automatisierung, Schulung und Zielverfolgung. Für Coaching, Nachfolgeplanung, Karriereplanung und Gespräche über Austritt/Offboarding wünschen sie sich jedoch Menschen. Mitarbeitende schätzen KI wegen ihrer Schnelligkeit, Neutralität und Verfügbarkeit rund um die Uhr, verlassen sich jedoch auf menschliche Beziehungen, um Kontext, Empathie und Vertrauen zu schaffen – insbesondere in Momenten, die ihre Karriere prägen.



Fazit: Da KI immer mehr Routine- und Logistikaufgaben übernimmt, wird die Rolle des Menschen noch wichtiger. Unternehmen müssen in die Entwicklung von Führungskräften und Manager:innen investieren, die in den entscheidenden Momenten – vom Coaching bis zum Karriereübergang – Empathie, Kontext und Vertrauen vermitteln können.

Über die Adecco Group und LHH

 

LHH ist Teil der Adecco Group, dem weltweit führenden Unternehmen für Personalberatung und -lösungen.

 

 

„Global Workforce of the Future” ist eine der weltweit grössten Mitarbeiterbefragungen. Die Studie zielt darauf ab, die Perspektiven, Bedürfnisse und Anliegen von Beschäftigten in Bezug auf aktuelle Trends und Talentmanagementstrategien zu verstehen.

37.500 Beschäftigte
30 Länder
21 Branchen
18-60 Jahre alt

 

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Befragte im Bericht (siehe alle Kriterien für Befragte im Bericht)

Nach Land: Argentinien (1.000); Australien (2.000); Belgien (475); Brasilien; Kanada (1.000); China (1.620); Dänemark (450); Finnland (435); Frankreich (2.000); Deutschland (2.000); Griechenland (500); Indien (2.000); Italien (2.000); Japan (2.000); Mexiko (990); Niederlande (500); Norwegen(475); Peru (1k); Polen (550); Portugal (935); Rumänien (520); Singapur (800); Slowenien (370); Spanien (2.000); Schweden (435); Schweiz(1.000); Thailand (930); Türkei (550); Grossbritannien & Irland (2.200); USA (5.500)

Nach Branche: Luft- und Raumfahrt, Verteidigung (776); Konsumgüter, FMCG, Einzelhandel und E-Commerce, Lieferkette (6.391); Energie, saubere Technologien und Versorgungsunternehmen (1.793); Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Rechtsdienstleistungen und Professional Services (10.215); Biowissenschaften und Gesundheitswesen (3.800); Technologie (4.168); Transport, Mobilität, Automobilindustrie, Fertigung und Logistik (9.817)